Das Wasserparadies gehört bei vielen Hobbygärtnern und Freiluftfans zu den schönsten Ecken des Gartens. Ältere Teiche sehen schnell unansehnlich aus. Mit ein paar Handgriffen erneuern Haus- und Kleingartenbesitzer ihren kleinen Rückzugsort. Alternativ legen sie ein komplett neues Areal an.

Den Teich ausbessern oder neu anlegen?

Ob Nutzer den bestehenden Gartenteich ausbessern oder gleich runderneuern, hängt vom Alter und der Beschaffenheit der ursprünglichen Anlage ab. Zu kleine oder vernachlässigte Teiche bedürfen einer Komplettsanierung. Hier ändern Besitzer bei Bedarf Form und Größe.

Die ersten Schritte zur Sanierung des Gartenteichs

Unregelmäßig gepflegte Teiche verwildern schnell. Mitunter weist die Teichfolie Schäden auf. Eine simple Reinigung reicht dann nicht mehr aus, um das Biotop am Leben zu halten. In jedem Fall sollten Besitzer vorhandene Abfälle aus dem alten Teich entsorgen. Mitunter benötigen die vorhandenen Pflanzen eine Verjüngungskur. Wurzelten sie lange im Schlamm, hält das das natürliche Wachstum auf.

Abfälle aus dem alten Teich entsorgen

Bei einer Komplettsanierung entfernen Nutzer den gesamten Pflanzenbestand. Zusätzlich entfernen Sie die Teichfolie, um das Areal neu anzulegen. Ein größerer Teich bietet für Pflanzen und Fisch mehr Platz. Zusätzlich verändern Besitzer damit den gesamten Garten und verleihen ihm mit neuer Umrandung und Außenbepflanzung ein neues Flair. In einem ersten Schritt räumen sie den vorherigen Teich komplett aus. Dazu gehören Abfälle, Pflanzen sowie im Wasser angesiedelte Lebewesen und Fische.

Lebewesen umsiedeln und Wasser abpumpen

Mit einer Schmutzwasser- und Saugpumpe lassen Gärtner das alte Teichwasser ab. Ein großes Bassin dient als Zwischenquartier für Pflanzen und Tiere. Hier kommt auch das alte Wasser rein. Dieses brauchen Sie, um es später in den neuen Teich einzufüllen. Verwenden sie nur Frischwasser, schadet das den Fischen.

Katze vom Teich fernhalten

Haustiere sind ebenfalls große Feinde der Fische. Damit Sie die Katze vom Teich fernhalten, gibt es verschiedene Tricks. Am einfachsten lösen Gartenbesitzer das Problem, indem sie das Areal rundherum um das Wasser großzügig bepflanzen. Die „Verpiss-dich“-Pflanze verströmt einen für Katzen unangenehmen Geruch. Pflanzen Nutzer dieses Kraut, traut sich der streunende Hausbewohner nicht in die Nähe des Teiches. Fürs Erste reicht es, wenn Katzenbesitzer das Tier während des Umbaus der Gartenanlage im Haus behalten.

Teichfolie und letzte Reste beseitigen

Nach dem Leerpumpen entfernen Nutzer Reste von Pflanzen und Schlamm. Das geht am besten unter Zuhilfenahme einer Schaufel. Dann entsorgen sie die alte Folie. Dazu zerschneiden sie diese mit einem Cuttermesser in Stücke.

Den Gartenteich vergrößern

Nach dem Trockenlegen sind die Veränderungen in Form und Größe dran. Mit einem Seil markieren Gärtner die neuen Umrisse des Teichs. Mit einem Minibagger oder Spaten heben sie die Erde innerhalb der Begrenzung aus. Dabei achten sie auf Wurzeln und spitze Steine, die die neue Teichfolie beschädigen könnten. Mit der Wasserwaage prüfen Hobbyteichbauer, ob sie rundherum eine gleichmäßige Teichhöhe erreichen. Jetzt modellieren sie die Tiefenzonen. Dazu gehören:

  • die Sumpfzone bis zu zehn Zentimeter unterhalb des Wasserspiegels,
  • die Flachwasserzone mit bis zu 40 Zentimeter Tiefe und
  • darunter die Seerosen- und Tiefenzone.

Handwerker achten darauf, im Uferbereich keine steilen Abstände einzubauen, da die Folie sonst über dem Wasserrand herausragt.

Die Randeinfassung gestalten

Zum Befestigen des Teichrands nutzen Gartenbauer Betonsteine. Diese verlegen sie im Zementmörtel. Darauf platzieren sie die Steine und bringen eine zusätzliche Betonrückenstütze ein, um das Verrutschen zu verhindern. Anschießend folgt eine Schicht Sand im Teichbett mit einer Dicke von bis zu zehn Zentimetern.

Teichfolie und Vlies auslegen

Um die Arbeiten weiterzuführen, legen Nutzer die gesamte Form des Teichs mit einem überlappenden Schutzvlies aus. Dann breiten sie die Folie darüber aus und ziehen sie bis über die Randbegrenzung. Die Arbeiten eignen sich für warme Frühlingstage. Die Folie passt sich durch die Wärme ideal an die Untergrundform an.

Bepflanzen des Teiches und Gestalten des Randes

Nun bepflanzen Gärtner den Teich neu. Wie sie ihn gestalten, ist unerheblich. Zu beachten gilt es, Pflanzen einzusetzen, die die Reinigung des Wassers unterstützen. Diese nehmen viele Nährstoffe auf und verhindern dadurch die Bildung von Algen. Sauerstoff spendende Varianten verhindern, dass das Biotop umkippt.

Pflanzkörbe eignen sich besonders gut. Kies verwenden sie als Substrat. Mit Vlies ausgekleidete Pflanzentöpfe funktionieren ebenso. Auf diese Weise verhindern sie, dass die Pflanzen verrutschen. Die Bepflanzung erfolgt terrassenweise von unten nach oben. Im Zuge dessen befüllen Gartenbesitzer langsam die Ebenen mit dem Restwasser des alten Teiches. Große Steine kaschieren den Rand der Folie im Inneren. Danach schneiden sie die überschüssige Folie ab und verstecken die Ränder unter kleinen Kieselsteinen. Am Ende füllen sie das Wasser auf und geben zusätzlich Frischwasser hinzu. Nach etwa drei Tagen sinken die Trübstoffe ab und das Wasser wird klar. Dann dürfen die Fische zurück ins neue Reich.

Runderneuern oder ausbessern?

Nach wenigen Jahren nehmen Wasserpflanzen den Gartenteich komplett ein. Die Tiefwasserzone verschlammt und die reine Wasserfläche schrumpft. Das Reinigen reicht dann nicht mehr aus. Eine Neuanlage des Teiches verbessert die Lebensbedingungen der Pflanzen und Fische im Wasser. Sie sorgt für innovative optische Akzente im Gartenbereich. Kommt das nicht infrage, befreien Gärtner den Teich von Schmutz und Schlamm Bei Bedarf entfernen sie die alten Pflanzen. Manchmal bietet es sich an, die alte Teichfolie zu flicken oder ganz zu erneuern.

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